Autor: Will Hoffmann
Seiten: 280
Erschienen: 2025
Verlag: Wiebers Verlag
Genre: Science – Fiction, Alternativweltgeschichte

Wenn die Natur zurückschlägt… Intelligent. Unerbittlich. Grün. Eine genetische Mutation verleiht dem unscheinbaren Breitwegerich – Plantago major – Bewusstsein. Und Macht. Er verändert sich selbst, entwickelt Sinnesorgane, Beweglichkeit . . . Er erkennt das Leiden der Erde – und den Menschen als dessen Verursacher. Seine Konsequenz: Dieser Schädling muss verschwinden. Was als botanische Kuriosität beginnt, wird zur globalen Bedrohung. Mit der Fähigkeit, Moleküle zu manipulieren, formt der Plantago seine Umwelt neu – nach eigenen Regeln. Die Natur schlägt zurück. Radikal. Präzise. Basierend auf fundierten ökologischen Szenarien entfaltet sich eine erschreckend realistische Apokalypse – ebenso faszinierend wie furchteinflößend. Ein packender Öko‒Thriller – realistisch, rasant, gnadenlos.

Klappentext: Smarter Breitwegerich – Will Hofmann

Der Breitwegerich, eine eigentlich eher unscheinbare Pflanze am Wegesrand erzählt aus ihrem Leben, dank eines Bewusstseins ist sie sich ihrer Existenz und der anderer Pflanzen und Lebewesen bewusst.

Dies geschah aufgrund der Tatsache, dass Prof. Peter Schrötke – seines Zeichens Ökologe während eines Urlaubs im Salzburgenland einen besonders schönen Breitwegerich fand, von dem er so fasziniert war, dass er eine Hand voll Samen sammelte und bei sich in der Berliner Heimat im Frühjahr aussähte. Woraufhin er mit einer stattlichen Pflanze belohnt wurde. Diese begann allerdings sich mit der heimischen Art zu kreuzen und so entstand der „smarte Breitwegerich“, welcher ein Bewusstsein hat und wie ein Mensch denken kann.

Der Breitwegerich entwickelt sich rasant weiter und erkennt schnell, was der Mensch mit der Natur angerichtet hat. Prof. Schrötke fiel sehr schnell auf, dass mit seinem Breitwegerich etwas nicht stimmt. Er schnitt einen Teil ab, um ihn zu untersuchen, was seine Vermutung bestätigte, allerdings stieß er auf taube Ohren bei seinen Mitmenschen.

Währenddessen fasst der Breitwegerich einen perfiden Plan, um die Erde zu retten, gehört die Menschheit ausgerottet. Als erstes Ziel hat er sich die Weltweite Klimakonferenz in Grönland ausgesucht, wo alle Regierungschefs der Welt zusammenkommen werden. Wenn die Menschen ihr Verhalten daraufhin nicht grundlegend ändern sollten, werden ihm alle zum Opfer fallen.

Können die Erdbewohner es noch rechtzeitig schaffen diese Bedrohung abzuwenden und so ihrem Schicksal entgehen? Oder findet Prof. Schrötke endlich Gehör?

Das Buch sprach mich direkt an, weil es Wissenschaft und Roman in sich vereint und ein Thema jenseits des Mainstreams ist. Was andere in ihren Rezensionen bemängeln, fand ich eine perfekte Mischung, aber ich bin auch eher Sachbuch-Leser, daher haben mich die wissenschaftlichen Abschnitte nicht gestört, im Gegenteil fand ich sie sehr interessant und wertvoll. (Der Autor hat ausserdem darauf hingewiesen, dass diese in er Regel kurz gehaltenen Passagen ausgelassen werden können und für die Story nicht notwendig sind)

Fasziniert haben mich die einzelnen Entwicklungsstadien des Breitwegerichs. Hier hat der Autor wirklich gute Arbeit geleistet, weil alles perfekt aufeinander aufbaut und Sinn macht. Zuerst zb konnte die Pllanze die Wurzeln zusammenziehen und kürzen um sich so fortzubewegen, später dann brauchte sie einen Magen, um Wasser mitzuführen damit sie nicht austrocknet. Und so baut die Entwicklung logisch aufeinander auf.

Das Buch ist unterteilt in viele sehr kurze Kapitel, das hat mich dazu motiviert immer weiterzulesen und kommt in meinen Augen dem Lesefluss sehr zu Gute.

Mich hat die Story um den Breitwegerich sehr gut unterhalten und das Lesen großen Spaß bereitet. Das Ende ist in sich logisch, lässt trotzdem noch die Möglichkeit eines Folgebandes offen. Die Charaktere sind eher flach geblieben, aber das habe ich bei einem solchen Buch tatsächlich auch nicht anders erwartet, da der Hauptcharakter der Breitwegerich ist und dieser wirklich sehr gut beleuchtet und dargestellt wurde.

Einzig zwei kleine Dinge haben mich etwas gestört: es gab zahlreiche Schreibfehler, auch die Grammatik betreffend. Das zweite sind die Aufzählungen wie zb in Kapitel 25 die Hinterlassenschaften der Geisterstadt (etwa 10 Beispiele wurden hier genannt was sicher ein Stilmittel des Autors ist, aber es hat meinen Lesefluß enorm gebremst. Hier hätten 2 Beispiele gereicht. )

Von Tanja

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